Eugen Roth
Seit vielen Jahrzehnten gehört Eugen Roth (1895-1976) zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren mit seinen heiter-nachdenklichen „Ein Mensch“-Gedichten und Erzählungen.
Geboren wurde Eugen Roth am 24. Januar 1895 in München als Sohn des bekannten Münchner Journalisten Hermann Roth. In München und im Kloster Ettal besuchte er das Gymnasium. Als Kriegsfreiwilliger erlitt er im Oktober 1914 eine schwere Verwundung. Das bedeutete für ihn das Ende des Krieges. Er begann  in seiner Heimatstadt das Studium der Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte zum Dr. phil. 
Als Journalist war er von 1927 bis zu seiner fristlosen Entlassung durch die Nationalsozialisten im April 1933 Lokalredakteur der „Münchner Neuesten Nachrichten“. Schon lange vor dieser Zeit hatte Eugen Roth mit ernster Lyrik begonnen. Nachdem ihm seine journalistische Tätigkeit untersagt worden war, entdeckte er seine humorvolle Ader. Den ersten großen Erfolg hatte er 1935 mit dem Buch  „Ein Mensch“, in dem er in heiteren und ansprechenden Versen den Menschen und seine Schwächen unter die Lupe nimmt.

Viele Werke mit Lyrik und Prosa folgten und Ehrungen wurden ihm zuteil: 1952 erhielt Eugen Roth den Kunstpreis für Literatur der Stadt München, 1960 den Bayerischen Verdienstorden. Ausgezeichnet wurde er außerdem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz. Am 28. April 1976 starb Eugen Roth im Alter von 81 Jahren in München.

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